Schülerinnen und Schüler im Werra-Meißner-Kreis kommen jetzt „Besser zur Schule“
Der Werra-Meißner-Kreis engagiert sich für eine sichere, eigenständige und umweltfreundliche Mobilität seiner Schülerinnen und Schüler – sei es zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus. In enger Zusammenarbeit mit dem Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement Hessen bei der Gesellschaft für Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement (ivm) wurden an drei Schulen integrierte Schulmobilitätspläne entwickelt und abgeschlossen. Ziel dieser Pläne ist es, die Verkehrssituation rund um die Schulstandorte spürbar zu verbessern, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und gleichzeitig die selbstständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu stärken.
Noch immer werden viele Kinder regelmäßig mit dem Auto zur Schule gebracht, obwohl sie den Schulweg bereits selbstständig bewältigen könnten. Im Schulumfeld entstehen dabei oft problematische Situationen durch den starken Hol- und Bringverkehr. Aus diesem Anlass wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Werra-Meißner-Kreis, den betreffenden Kommunen, denörtlichen Schulen und weiteren Akteuren unter dem Motto „Besser zur Schule“ integrierte Schulmobilitätspläne für die Mittelpunktgrundschule Röhrda in Ringgau, die Südringgauschule in Herleshausen sowie die Kesperschule in Witzenhausen erarbeitet.
Ein Schulmobilitätsplan trägt dazu bei, den Schulweg sicherer, umweltfreundlicher und besser organisiert zu gestalten. Er versteht sich als ganzheitliches Konzept, vereint alle relevanten Maßnahmen rund um Verkehr sowie Mobilität und bringt die zentralen Akteure – Schulen, Eltern, Schülerinnen und Schüler, Kommunen und Schulträger – an einen Tisch. Pläne werden dabei individuell für jeden Schulstandort entwickelt und auf die konkreten örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse abgestimmt. Dazu zählen infrastrukturelle Verbesserungen, veränderte Verkehrsregelungen, Maßnahmen zur Mobilitätsbildung sowie organisatorische und kommunikative Ansätze.
Als Teil der Schulmobilitätspläne wurden für alle drei Schulen zudem Schulwegepläne erarbeitet. Diese Schulwegepläne weisen die geeignetsten Routen zu Fuß zur Schule aus. Sie werden von den Schulen in der Elternarbeit sowie von den Kommunen als Planungsgrundlage verwendet und helfen dabei den Schulweg sicherer zu machen.
Seit dem Jahr 2019 wurden gemeinsam mit über 100 Schulen erfolgreiche Prozesse zur Entwicklung integrierter Schulmobilitätspläne angestoßen und abgeschlossen. Im Werra-Meißner-Kreis sind es nun insgesamt sieben SMPs.
Schulen, Schulträger und Kommunen in Hessen können kostenfrei an dem Beratungsprogramm teilnehmen, um den Verkehr von und zu Schulen nachhaltiger, sicherer und umweltfreundlicher zu gestalten. Weitere Informationen